Klinische Qualitätsstandards
DGE-Qualitätsstandard für Klinikverpflegung
Der DGE-Qualitätsstandard und die "Station Ernährung"-Zertifizierung setzen den Massstab für gesundheitsfördernde, nachhaltige Klinikverpflegung in Deutschland. CalcMenu bringt die klinischen Bausteine mit, auf denen eine Umsetzung aufbaut — und entwickelt das DGE-spezifische Tracking gemeinsam mit klinischen Partnern weiter.
Was der DGE-Qualitätsstandard verlangt
Der DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Kliniken (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) ist das massgebliche deutsche Referenzwerk für gesundheitsfördernde, nachhaltige Klinikverpflegung — mit eigenem Zertifizierungslogo "Station Ernährung". Er deckt den gesamten Verpflegungsprozess ab: Lebensmittelauswahl und Vielfalt, Speiseplangestaltung, Sensorik, Nachhaltigkeit, Hygiene & Kennzeichnung sowie Personalqualifikation.
Die konkreten Häufigkeits- und Portionskriterien sind im offiziellen Standarddokument der DGE definiert. Für die softwareseitige Umsetzung braucht es beides: eine Plattform, die Häufigkeiten, Nährwerte und Nachhaltigkeitsdaten pro Menüzyklus systematisch erfassen kann — und klinisch-wissenschaftliche Partner, die den Standard in der Praxis kennen.
Was heute bereits produktiv im Einsatz ist
Der DGE-Qualitätsstandard baut auf klinischen und ökologischen Grundfunktionen auf, die CalcMenu bereits produktiv liefert.
Mangelernährungs-Screening
NRS-2002-basiertes Screening mit Bedarfs-/Intake-Logik, Massnahmenplan und Re-Assessment — direkt verknüpft mit Menüplanung und Diätlinien-Zuweisung.
CO2- & Nachhaltigkeitsdaten
CO2-Äquivalente pro Rezept auf Basis der Agribalyse-Datenbank (ADEME) — nach ISO 14040/14044, demselben Standard wie die deutsche ifeu/UBA-Referenzstudie. Bereits produktiv im Einsatz, mit klaren CO2-Klassen für Vergleich und Reporting pro Menüzyklus.
Klinische Diätlinien & IDDSI
Mehrere parallele Diätlinien (z. B. Vollkost, pflanzenbetont, eiweissreich) über den vollständigen Menüzyklus, inklusive IDDSI-Texturstufen für Schluckstörungen.
DGE-spezifisches Tracking — mit Ihnen entwickelt, nicht für Sie erfunden
Für die Fourchette-Verte-Zertifizierung Genfer Alters- und Pflegeheime verfolgen wir bereits produktiv Lebensmittel-Häufigkeiten pro Woche und erstellen automatische Konformitätsberichte. Dasselbe Muster lässt sich auf den DGE-Qualitätsstandard übertragen — Lebensmittelauswahl, Speiseplangestaltung, Sensorik, Hygiene & Kennzeichnung, Personalqualifikation.
Die exakten Häufigkeits- und Portionskriterien stammen aus dem offiziellen DGE-Standarddokument und werden gemeinsam mit ernährungsmedizinischen Fachpartnern in die Plattform übertragen und validiert — nicht als vorgefertigte Blackbox, sondern als Projekt mit den Kliniken und Fachgesellschaften, die den Standard täglich anwenden.
- Häufigkeitszählung Lebensmittelgruppen pro Menüzyklus
- Automatischer Konformitätsbericht "Station Ernährung"
- Dokumentationsunterstützung für ernährungsmedizinische Komplexbehandlung (OPS-8-98j)
- Sensorik- & Hygienekriterien im Reporting
Häufig gestellte Fragen
- Unterstützt CalcMenu den DGE-Qualitätsstandard bereits vollständig?
- Die klinischen und ökologischen Grundbausteine — Mangelernährungs-Screening, CO2-/Nachhaltigkeitsdaten, klinische Diätlinien, IDDSI — sind heute produktiv im Einsatz. Das DGE-spezifische Häufigkeits- und Konformitätstracking befindet sich in Entwicklung, nach demselben Muster wie unser produktives Fourchette-Verte-Modul für Genfer EMS. Wir entwickeln es gemeinsam mit klinisch-wissenschaftlichen Partnern.
- Was ist die "Station Ernährung"-Zertifizierung?
- "Station Ernährung" ist das Zertifizierungslogo der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. für Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen, die den DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung erfüllen. Die genauen Zertifizierungskriterien sind im offiziellen DGE-Standarddokument definiert.
- Hilft CalcMenu bei der Dokumentation für OPS-8-98j?
- Die ernährungsmedizinische Komplexbehandlung (OPS-8-98j) setzt ein strukturiertes Screening bei Aufnahme und Re-Assessment sowie eine dokumentierte Verlaufsbegleitung voraus — beides deckt unser produktives NRS-2002-Screening bereits ab. Die spezifische Team- und Falldokumentation für die OPS-konforme Zusammenfassung ist Teil der gemeinsamen Weiterentwicklung mit klinischen Partnern, nicht bereits ein fertiges Modul.
- Woher stammen die CO2-Daten?
- CalcMenu berechnet CO2-Äquivalente auf Basis der Agribalyse-Datenbank (ADEME, französische Lebenszyklusanalyse-Referenzdatenbank für Lebensmittel) — von der landwirtschaftlichen Erzeugung über die Verarbeitung bis zum Transport in die Klinikküche. Methodischer Rahmen: ISO 14040/14044 (Ökobilanzierung) und ISO 14067 (Carbon Footprint of Products) — derselbe internationale Standard, den auch die deutsche Referenzstudie „Ökologische Fußabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland" (ifeu Heidelberg, im Auftrag des Umweltbundesamts) anwendet. Unsere Werte liegen grössenordnungsmässig konsistent zu dieser deutschen Referenz.
DGE-Qualitätsstandard gemeinsam umsetzen
15 Minuten genügen, um zu besprechen, wie CalcMenu heute schon unterstützt — und wie wir das DGE-spezifische Tracking gemeinsam mit Ihrer Klinik weiterentwickeln.
Mit einem Menschen sprechen — 15 Min.