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CalcMenu 12. Juli 2026 · 5 min

Nutri-Score 2024: Was Lebensmittelhersteller jetzt wissen müssen

Der überarbeitete Nutri-Score-Algorithmus 2024 stellt europäische Lebensmittelhersteller vor neue Herausforderungen. Dieser Leitfaden zeigt, worauf es ankommt und wie digitale Tools die Anpassung erleichtern.

Illustration eines Nutri-Score-Farbbalken-Diagramms neben einem digitalen Rezeptur-Dashboard mit Nährwertanalyse

Der neue Nutri-Score: Was sich 2024 wirklich geändert hat

Wer in der Lebensmittelproduktion tätig ist, kommt an einem Thema gerade nicht vorbei: dem überarbeiteten Nutri-Score-Algorithmus. Seit 2024 gelten strengere Berechnungsgrundlagen – und viele Produkte, die bislang ein ansprechendes „B” oder „C” trugen, rutschen nun eine oder sogar zwei Stufen nach unten.

Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick:

  • Zucker wird stärker gewichtet, insbesondere in Getränken und gesüßten Produkten
  • Vollkorngehalt und Ballaststoffe beeinflussen die Bewertung günstiger als zuvor
  • Rotes Fleisch und verarbeitete Fleischprodukte werden gezielt schlechter bewertet
  • Fischprodukte erhalten unter bestimmten Bedingungen eine positivere Einstufung
  • Salzgehalt bleibt ein zentraler Maluspunkt

Für viele Hersteller bedeutet das: Rezepturen, Etiketten und Marketingaussagen müssen neu bewertet werden – und zwar schnell.

Warum die Neuberechnung so aufwendig ist

Das klingt nach einer simplen Rechenaufgabe, ist es aber nicht. Wer Hunderte von Artikeln im Sortiment hat, steht vor einem enormen manuellen Aufwand: Nährwerte neu erfassen, Algorithmus anwenden, Ergebnisse dokumentieren, Etiketten aktualisieren und Änderungen über alle Kanäle ausspielen.

Besonders kritisch: Viele Unternehmen arbeiten noch mit veralteten Excel-Tabellen oder isolierten Systemen. Änderungen an einer Rezeptur müssen dann manuell in mehreren Stellen nachgezogen werden – fehleranfällig und zeitraubend.

Hinzu kommen regulatorische Anforderungen wie HACCP-Dokumentation und Allergenkennzeichnung, die bei jeder Rezepturanpassung mitgeprüft werden müssen. Wer hier den Überblick verliert, riskiert nicht nur schlechte Nutri-Scores, sondern auch Compliance-Probleme.

Wie eine digitale Rezepturverwaltung die Arbeit abnimmt

Genau hier setzt eine professionelle F&B-Management-Software an. Mit CalcMenu lassen sich Rezepturen zentral verwalten und Nährwerte automatisch berechnen – inklusive Nutri-Score auf Basis der aktuellen Algorithmen.

Konkret bedeutet das:

  • Sofortige Auswirkungsanalyse: Ändert sich ein Rohstoff oder seine Menge, wird der Nutri-Score in Echtzeit neu berechnet – ohne manuelle Zwischenschritte.
  • Allergenmanagement integriert: Jede Rezepturänderung wird automatisch gegen die hinterlegten Allergenprofile geprüft.
  • Etikettenproduktion auf Knopfdruck: Über die Integration mit NiceLabel oder elektronischen Regaletiketten (ESL) werden aktualisierte Nährwertangaben direkt auf Labels übertragen.
  • Multi-Site-fähig: Produzieren Sie an mehreren Standorten? Änderungen werden zentral eingepflegt und überall synchronisiert.

Das Ergebnis: Weniger manuelle Fehler, kürzere Reaktionszeiten und eine lückenlose Dokumentation für Audits und Behördenanfragen.

Praktische Sofortmaßnahmen für Hersteller

Unabhängig davon, welche Software Sie einsetzen, empfehlen sich folgende Schritte:

  1. Bestandsaufnahme: Welche Produkte sind vom neuen Algorithmus betroffen? Priorisieren Sie Artikel mit bisherigem „A” oder „B” Score.
  2. Rohstoffanalyse: Gibt es Alternativen mit weniger Zucker, weniger Salz oder höherem Ballaststoffanteil, die Geschmack und Textur kaum verändern?
  3. Etikettenstrategie: Planen Sie genug Vorlaufzeit für Druckproduktion und Lagerabverkauf alter Verpackungen ein.
  4. Kommunikation: Informieren Sie Händler und Kunden proaktiv – gerade wenn ein Produkt eine schlechtere Bewertung erhält.

Fazit: Jetzt handeln, nicht abwarten

Der neue Nutri-Score ist kein vorübergehendes Thema. Frankreich, Belgien, Deutschland und weitere Länder treiben die Einführung als verpflichtendes System aktiv voran. Wer jetzt seine Prozesse digitalisiert und Rezepturen systematisch pflegt, ist nicht nur compliant – sondern hat einen klaren Wettbewerbsvorteil.

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